Schamanismus

Schamanismus ist für mich eine Möglichkeit, bewusst  in unserer intuitiven rechten Gehirnhälfte zu „reisen“, um  durch die Erfahrungen und Bilder zu eigenen Erkenntnissen und möglichen Lösungen für sich selbst oder für andere zu kommen. Ein schamanischer Weg ist meines Erachtens  immer ein selbst erfahrener. Er kann nicht erlesen oder nachgemacht werden.   Ein Schamane kann lediglich Möglichkeiten aufzeigen. Ein schamanisch lebender und wirkender Mensch ist keineswegs verrückt, sondern kann sehr klar zwischen einem Wachzustand in der uns bekannten realen drei D Welt und den „Traumbildern“ die durch den Klang einer Trommel, Rassel etc, oder ganz in der Stille empfangen werden. Es gibt viele schamanische Wege und jeder, der mit absolutem Mitgefühl und Wertschätzung des Lebens begangen wird, hat meinen Respekt.  Wie auch bei meiner Arbeit lehne ich jede Art von Gurudenken ab. Es gibt Menschen, die gewisse Wege beschritten haben und davon erzählen können und diese weiter geben können. Das ist für mich ein Lehrer. Überhöhung ist meiner Meinung nach immer fehl am Platze. Wir Menschen aus einem so genannten westlichen „zivilisierten“ Kulturkreis orientieren uns oft an den Lehrern indigener Kulturen, die das Wissen um die „Geisterwelt“ noch in ihrem täglichen Leben verankert haben – anders als das häufig sehr mechanische Weltbild („ ich kann nur an das Glauben, was ich sehen und anfassen kann“), welches oftmals die Industrienationen prägt. Ob die Lehren zb. aus dem Amazonas für einen Menschen passen, der in Mitteleuropa aufgewachsen ist muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich bin einen anderen Weg gegangen und gehe ihn immer noch. Mein spirituelles Weltbild ist eher auf Energien und deren Wirkung und Essenz ausgelegt, als auf Formen und Namensgebungen verschiedener „Götter“. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich etwas betonen: jeder Weg, der nach innen führt und herzlichst und mit Entschlossenheit zum höchsten Wohle von allem was ist begangen ist, hat meine absolute und uneingeschränkte Achtung. Ich selber bevorzuge jedoch den Weg, der sich mir offenbart hat auf dem Boden Europas. Noch einmal: Dies ist keine Wertung! Ich kann es nicht oft genug betonen. Der Beginn aller Tätigkeit war die schamanische Reise. Dieser Zugang ist für die meisten Menschen möglich. Was man daraus dann macht, wie oft man reist aber auch vor allem wie bewusst man sich darauf einlässt muss jeder entscheiden. Nochmals Zusammenfassend: Schamanismus hat für mich mehr mit einer inneren Einstellung zu tun, als mit lauten , expressiven Ritualen.

To be continued…..