Gebet für die Kinder

Gebet für die Kinder

Heute ist ein tiefer Tag. Ich wurde an etwas erinnert. Vor etwas mehr als 10 Jahren war ich in meinem vorherigen Beruf als TV Reporter zu Dreharbeiten in Kenia. Das Thema der damaligen ARTE Reportage in Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe war, die Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 auf ein afrikanisches Land zu recherchieren und zu dokumentieren. Die Bilder stammen von der größten Müllhalde Afrikas in der Nähe von Nairobi. Der Name ist mir leider entfallen. Zig tausende Menschen, darunter viele Kinder, lebten und leben wahrscheinlich immer noch auf dieser Müllkippe, um sich durch das Sammeln von Nahrung oder verkaufbaren Materialien ihren Lebensunterhalt zu sichern. Von den Kindern, die wir damals begleitet haben, wird kaum noch jemand am Leben sein. Es sei denn sie hatten das Glück in ein NGO Hilfsprogramm zu kommen. Die einzige Möglichkeit für diese Strassenkinder, nachts etwas Wärme zu bekommen war, alte Autoreifen anzuzünden. Das war 2009 nach der Finanzkrise. Die damalige (finanzielle und politische) Krise ist jedoch nahezu lächerlich verglichen mit dem, was aktuell auf uns zurollen kann. Die aktuellen Zahlen verschiedener Organisationen zeigen an, dass sich bereits jetzt die Zahl der Hungertoten täglich auf dem Planeten verdoppelt hat. Also nicht mehr zwischen 22-24.000 Menschen am Tag sondern zwischen 44 und 48.000 Menschen sterben täglich(!) an den Folgen von Hunger. Die Schicksale der Kinder und schwachen Menschen ( und natürlich Tiere) auf diesem Planeten durch das Fehlverhalten der Gier sind unsagbar. Und es ist nicht nur Hunger oder politische Verfolgung die sie tötet. Derzeit kommen weltweit unzählige Fälle des Missbrauchs, der rituellen Tötung und des Menschenhandels von Kindern durch viele Kreise ans Tageslicht. Unsagbar, unvorstellbar. Nicht menschlich. Nur halbherzig berichtet in den meisten Medien, weil ein Mensch 500 Euro Strafe zahlen muss, der vor einem Polizisten gefurzt hat ( oe24.at Meldung von heute) als Nachricht offenbar wichtiger ist.

Länder und Kontinente kämpfen gegeneinander, Hautfarben gegeneinander, Religionen gegeneinander, politische Parteien gegeneinander, Schwestern gegen Brüder, spirituelle Traditionen untereinander, Medien gegeneinander, „Realisten“ gegen „Aluhüte“ und unzähliges mehr. Gefolgt von politischen Forderungen nach Herabsetzung oder Verjährung von Strafen für die Vergewaltigung eines Kindes.

Ich werde ruhig in diesen Tagen in stillen und tiefen Gebeten.

Was wäre, wenn die letze Bastion der Möglichkeit des Zusammenschlusses der Menschheit in der Liebe zu unseren Kindern besteht? Das einzige, was diesen Planeten noch einen kann? Ungeachtet von allem, was uns trennt. Was wäre, wenn das wegschauen oder es aus Scheu oder gar Ekel zu verneinen ( gar nicht zu reden vom eigentlichen tun) das wäre, was in den alten Religionen als die „ultimate sin“ – der ultimativen Abkehr von einem Leben in einer liebenden Schöpfung bezeichnet wird? Angesichts dieser Taten muss ich ehrlich sein. Der oftmals so leicht daher gesagte Weg der allumfassenden Liebe kommt da sehr schnell an seine Grenzen.

Und wie immer. Es sind nur meine Gedanken und nur meine Meinung.

Mögen wir uns, den Kindern und allem schwachen und hilflosen gnädig sein.

Aus tiefstem Herzen!
Lars Koehne

Diese Worte können natürlich gern geteilt werden.

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